Homöopathie allgemein

Trotz aller Erfolge der Medizin nehmen die chronischen Erkrankungen dramatisch zu. Schulmedizinische Therapie kann zwar meist die Symptome beseitigen, aber nicht den kranken Menschen heilen.

„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt“ (Organon der Heilkunst, Samuel Hahnemann, §1, 1. Auflage, 1810)

Die klassische Homöopathie hat in den letzten 200 Jahren gezeigt, dass sie gerade bei  chronischen, manchmal auch aussichtslos erscheinenden Fällen erstaunliche Resultate erzielen kann.  In dem Buch „Homöopathie, der Erfolg gibt recht“ von Horst Barthel wird anhand von 64 Kasuistiken mit schwerwiegenden, gesicherten Diagnosen wie zum Beispiel Krebs gezeigt, was Homöopathie an Heilungsmöglichkeiten bieten kann. Die Verläufe sind durch Klinikberichte und bildgebende Verfahren verbürgt.

Viele Studien in den letzten Jahren konnten die Wirksamkeit der Homöopathie belegen (z.B. Linde et al., Lancet, 1997).

Die klassische Homöopathie sieht als Ursache der Erkrankung eine verstimmte Lebenskraft an. Die Lebenskraft, die im gesundem Menschen ungestört ihre Funktion verrichtet, ist beim Kranken verstimmt und nicht in der Lage dieses selbst zu beseitigen. Der Homöopath versucht  für den Patienten zunächst ein einzelnes homöopathisches Arzneimittel zu finden, das die Lebenskraft spezifisch stimuliert. Eine gute Wirkung ist nur möglich, wenn die Gesamtheit der charakteristischen Symptome des Patienten mit den charakteristischen Symptomen der Arznei, die man in 200 Jahren Erfahrung und Arzneimittelprüfung an Gesunden gefunden und aufgezeichnet hat, übereinstimmen.

Der gelehrte und hochintelligente Arzt Dr. Samuel Hahnemann begann im 18. Jahrhundert  die Wirkungen von Arzneien an Gesunden zu prüfen. Dabei wird eine geringe Menge der zu prüfenden Substanz eingenommen und die sich daraufhin zeigenden Symptome festgehalten. Er stellte fest, dass Arzneien, die bei Gesunden bestimmte Symptome zu erzeugen in der Lage sind, eben diese Symptome bei Kranken beseitigen. Dies war schon aus dem Altertum bekannt, doch Hahnemann war der Erste, der das Ähnlichkeitsgesetz systematisch festhielt  und mit nach festen Regeln durchgeführten Arzeimittelprüfungen ein breite Basis für die Anwendung schuf.
Häufig wurden toxische Substanzen verwendet. Um ihre schädigende Wirkungen zu reduzieren, begann Hahnemann diese Substanzen zu verdünnen und gleichzeitig zu verschütteln und zu verreiben, um ein gleichmäßige Verteilung zu erreichen. Diese Arzneien (Potenzen) zeigten eine noch größere Wirksamkeit als die Urtinkturen. Es waren Erfahrungen an Patienten, nicht theoretische Überlegungen, die ihn zu dieser Erkenntnis führten.

Die Homöopathie ist derzeit die beliebteste Alternativtherapie in Deutschland – noch vor der Akupunktur. Zwei Wissenschaftler der Berliner Charite, Stefan Willich und Claudia Becker-Witt, wollten diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zwei Jahre lang befragten Ärzte deshalb bundesweit über 4.000 Patienten, wie gut ihnen die homöopathische Behandlung bekommen ist.

Resultat: Über der Hälfte der Befragten ging es durch die homöopathischen Mittel besser. Besonders Kopfschmerzen sind offenbar erfolgreich zu behandeln. Aber auch bei Heuschnupfen und der Hautkrankheit Neurodermitis gibt es Erfolg (Witt C, Lüdtke R, Baur R, Willich SN. Homeopathic medical practice: Long-term results of a cohort study with 3981 patients. BMC Public Health 2005;5:115).

"Wir glauben, dass Homöopathie als zusätzliche ergänzende Therapiemaßnahme einen wichtigen Stellenwert hat. Gerade bei Patienten mit chronischen langjährigen Erkrankungen, bei denen die Schulmedizin nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat", schlussfolgert Prof. Stefan Willich vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charite Berlin.